In einem chinesischen Fahrzeugwerk mit hoher Varianten- und Qualitätskomplexität standen mehrere Serienanläufe gleichzeitig an. Der bestehende Problem-Management-Prozess war dafür nicht ausreichend wirksam: Rollen, Verantwortlichkeiten und Regelkreise waren unklar, Probleme erreichten die richtigen Lösungsverantwortlichen zu spät. Das Risiko für Qualität, Termine und Kosten war entsprechend hoch.
Im Vorfeld mehrerer Serienanläufe zeigte sich im Fahrzeugwerk ein zentrales Defizit: Probleme wurden zwar erkannt, aber nicht konsequent und strukturiert gelöst. Meldungen verliefen im System, Prioritäten waren unklar, Rollen wie Melder, Lenker und Löser nicht sauber definiert. Für parallele Fahrzeuganläufe mit hohem Qualitätsanspruch war das ein erhebliches Risiko.
K4D schuf zunächst Transparenz. Durch ein Benchmarking mit zwei Referenzwerken wurden bewährte Ansätze identifiziert und mit der tatsächlichen Umsetzung des konzernweiten QM-Prozesses im Werk abgeglichen. Darauf aufbauend wurde der End-to-End-Problem-Management-Prozess gezielt nachgeschärft – von der Problemmeldung über die Steuerung bis zur nachhaltigen Lösung.
Kern des neuen Ansatzes waren klare Regelkreise, ein einheitlicher Bewertungsindex sowie eindeutig definierte Rollen und Verantwortlichkeiten. Ergänzend wurden 14 konkrete Arbeitspakete zur Prozessoptimierung umgesetzt und feste Regelbesprechungen zur strukturierten Aufgabenverteilung etabliert.
Parallel dazu unterstützte K4D operativ in drei aufeinanderfolgenden Fahrzeuganläufen. Probleme wurden aktiv analysiert, priorisiert und in der Bearbeitung begleitet – inklusive Änderungssteuerung. Dadurch konnte der Übergang vom Problem zur verantwortlichen Lösungseinheit um den Faktor drei beschleunigt werden.
Ein weiterer Erfolgsfaktor war die Befähigung der Organisation. Mehr als 15 Mitarbeitende wurden qualifiziert, Probleme strukturiert zu melden und initial zu analysieren. Ergänzt durch eine werkeübergreifende Abstimmplattform entstand eine nachhaltige, transparente Problemsteuerung über einzelne Anläufe hinaus.
Das Ergebnis: stabil abgesicherte Fahrzeuganläufe, ein vermiedenes Risiko von über 10 Mio. € – und ein Problem-Management-Prozess, der nicht nur definiert ist, sondern im Alltag wirksam funktioniert.
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