Produktkosten optimieren – warum Kosten in der Entwicklung entstehen

In diesem Beitrag

Herausforderung: Kosten werden früh festgelegt

Hohe Produktkosten entstehen selten erst in der Fertigung.
In den meisten Fällen werden sie bereits im Produktentstehungsprozess festgeschrieben – lange bevor das erste Teil produziert wird.

Konstruktionsentscheidungen, Fertigungsverfahren, Variantenvielfalt oder die Frage nach Make-or-Buy bestimmen maßgeblich, wie teuer ein Produkt später gefertigt werden kann.
Was in der Entwicklung nicht berücksichtigt wird, lässt sich in der Produktion meist nur noch mit hohem Aufwand korrigieren.

Ursache: Entwicklung und Produktion arbeiten zu getrennt

In vielen mittelständischen Unternehmen sind Entwicklung und Produktion organisatorisch und inhaltlich voneinander getrennt.
Die Folgen zeigen sich erst spät – dann aber deutlich.

Typische Kostentreiber:

  • komplexe oder teure Fertigungsverfahren, die aus konstruktiver Sicht sinnvoll erscheinen, aber wirtschaftlich nachteilig sind

  • fehlende oder historisch gewachsene Make-or-Buy-Entscheidungen

  • geringe Modularität und Kommunalität über Produktfamilien hinweg

  • häufige Änderungen aus der Produktion, weil Produkte nicht fertigungsgerecht ausgelegt sind

Wenn Entwicklung und Produktion nicht eng verzahnt sind, entstehen Produkte, die technisch funktionieren, aber wirtschaftlich nicht optimal sind.

Produktkosten lassen sich nicht „wegreparieren“

Viele Unternehmen versuchen, hohe Produktkosten in der Fertigung zu kompensieren:
durch Prozessoptimierung, Automatisierung oder Kostendruck auf Mitarbeitende.

Doch diese Maßnahmen greifen zu kurz, wenn das Produkt selbst der Kostentreiber ist.
Ein unnötiges Feature, eine zu enge Toleranz oder eine fehlende Standardisierung wirkt sich über den gesamten Produktlebenszyklus aus – bei jedem einzelnen Teil.

Produktkosten lassen sich daher nur nachhaltig senken, wenn:

  • Produkte funktional, aber nicht überkonstruiert sind

  • Anforderungen des Kunden sauber von internen Annahmen getrennt werden

  • Entwicklung frühzeitig Rückmeldung aus Produktion und Einkauf erhält

Die Rolle von Modularität und Kommunalität

Ein zentraler Hebel zur Kostensenkung liegt in der strategischen Produktarchitektur.
Modulare Baukästen und wiederverwendbare Komponenten reduzieren:

  • Entwicklungsaufwand

  • Variantenkomplexität

  • Lager- und Beschaffungskosten

  • Fehleranfälligkeit in der Produktion

Fehlt diese Struktur, entstehen individuelle Lösungen, die teuer entwickelt, beschafft und gefertigt werden müssen – oft ohne echten Kundennutzen.

Produktreife ist kein Zufall

Ein weiterer häufiger Kostentreiber ist eine unzureichend gesteuerte Produktreife.
Wenn Produkte zu früh in die Serie gehen oder Entwicklungsstände nicht sauber bewertet werden, steigt der Änderungsaufwand in der Produktion drastisch.

Ein strukturierter Entwicklungsprozess sorgt dafür, dass:

  • Produktreife messbar und überprüfbar ist

  • Risiken frühzeitig erkannt werden

  • Markteinführungen planbar erfolgen

  • unnötige Nacharbeiten vermieden werden

So sinken nicht nur die Produktkosten, sondern auch Zeit- und Qualitätsrisiken.

Von Einzelentscheidungen zur Entwicklungsstrategie

Produktkosten lassen sich nicht durch einzelne Maßnahmen optimieren.
Erforderlich ist eine ganzheitliche Betrachtung der Produktentwicklung in Wechselwirkung mit Produktion, Einkauf und Qualität.

K4D unterstützt mittelständische Unternehmen dabei,

  • Entwicklungsprozesse stabil und störungsfrei aufzusetzen

  • Mitarbeitende für wirtschaftliche Produktgestaltung zu sensibilisieren

  • technische Exzellenz mit Kostenbewusstsein zu verbinden

„Wir setzen nachhaltige Entwicklungsprozesse um, begeistern Mitarbeitende dafür, diese zu leben, und sorgen dafür, dass wettbewerbsfähige Qualitätsprodukte entstehen.“
K4D

Fazit: Produktkosten entstehen in der Entwicklung

Wer Produktkosten senken will, muss dort ansetzen, wo sie entstehen:
in der Produktentwicklung.

Eine enge Verzahnung von Entwicklung und Produktion, klare Strategien zu Make-or-Buy, Modularität und Produktreife sowie ein konsequenter Fokus auf Kundennutzen schaffen die Basis für wirtschaftlich erfolgreiche Produkte.

Produktkosten optimieren heißt, früh die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Unser Vorgehen in der Zusammenarbeit

Gemeinsam mit Ihnen nehmen wir Ihre Produktion ganzheitlich unter die Lupe. Wir analysieren alle Abläufe auf der Fläche, dazugehörige Schnittstellen, wie zum Beispiel Produktionsplanung oder Kontrollmechanismen, und auch das Berichtswesen.

Die dann vorliegenden konkreten Aussagen über mögliche Einsparungen und Verbesserungen, definieren wir im Projektvertrag als Ziele.

In der Umsetzung begleiten wir Sie und Ihre Mitarbeiter hautnah zum nachhaltigen Erfolg – wir machen Ihre Ziele zu unseren Zielen!

VORPROJEKT (2-3 TAGE)

  • Kostenfreie Erstberatung
  • Analyse der Potenziale Ihrer Produktion
  • Festlegen des Auftragsumfangs
 

VALIDIERUNG (2-3 WOCHEN)

  • Detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse
  • Finalisierung der Schwerpunktthemen
  • Messung der Kundenzufriedenheit
 

PROJEKTUMSETZUNG

  • Umsetzung anhand vereinbarter Methoden und Schwerpunkte
  • Implementierung neuer Abläufe, Routinen oder Messgrößen
  • Mitarbeiter Coaching / Interim- Management Ihrer Produktion

Dieser Weg führt zu uns:

01

Termin anfragen

Nutzen Sie unser Kontaktformular und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

02

Erstgespräch

Im ersten Austausch hören wir genau zu: Sie schildern uns Ihre aktuellen Herausforderungen, Ziele und unternehmerischen Prioritäten – wir schaffen Klarheit durch gezielte, strukturierende Fragen.

03

Produktionsscreening:

In einem persönlichen Termin lernen wir Ihre Organisation sowie die relevanten Stakeholder kennen.

Gemeinsam analysieren wir die Ausgangssituation, identifizieren Potenziale passend zu Ihren Herausforderungen und skizzieren erste strategische Lösungsansätze für den weiteren Weg.