Ein Industrieunternehmen aus dem Bereich Batteriemodul- und Automatisierungstechnik baute eine hochautomatisierte Produktionslinie mit Robotik- und SPS-Verbund auf. Die hohe technische und IT-seitige Komplexität machte eine virtuelle Absicherung der Anlage zwingend erforderlich, um Risiken im Hochlauf zu vermeiden und Anlaufkosten zu minimieren.
Beim Aufbau einer hochautomatisierten Batteriemodullinie bestand ein zentrales Risiko: Fehler in der IT-, SPS- oder Robotikkommunikation hätten zu Trockenläufen, Kollisionen und erheblichen Verzögerungen im Hochlauf führen können. Gleichzeitig mussten physischer Baufortschritt und digitales Anlagenmodell permanent synchron gehalten werden.
K4D etablierte dafür einen baustellensynchronen Dualprozess aus realem Anlagenaufbau und virtueller Inbetriebnahme. Herzstück war ein kontinuierlich gepflegter Digitaler Zwilling, der Software, SPS und Robotik vollständig spiegelte. Klare Abläufe für Modellpflege, Software-Synchronisation und Kommunikation zwischen Baustelle und digitalem Modell sorgten für Transparenz und Steuerbarkeit.
Über eine standortübergreifende Remote-Infrastruktur konnten Modell- und Softwareanpassungen parallel durchgeführt werden. Bereits vor dem Produktiveinsatz wurden zwei Standardbausteine virtuell abgesichert. Insgesamt wurden 185 Kinematisierungen angepasst, über 42 Modellupdates umgesetzt und 748 Sonderprozesse systematisch nachverfolgt. Durch die Emulation der ProfiNet-Kommunikation und die frühzeitige virtuelle Verheiratung von 19 SPSen mit mehr als 30 Robotern konnte ein potenzieller Robotercrash rechtzeitig verhindert werden.
Das Ergebnis ist ein stabiler, auditierter VIBN-Prozess und ein reibungsloser Hochlauf der Anlage ohne kritische Störungen. Anlaufkosten in Höhe von 4,75 Mio. € konnten vermieden werden. Gleichzeitig entstand eine skalierbare Methodik, die als Grundlage für weitere Linien und zukünftige Projekte dient.
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